Aktuelles.jpeg)
Am 02. Mai 2026 jährte sich Wiboradas Todestag zum 1100 Mal. Anlass für hunderte Menschen, zu pilgern, einen Stadtrundgang zu besuchen und rund um die Kirche St. Mangen, wo Wiborada von St.Gallen lebte, zu feiern. Ein Fotorückblick mit Highlights von Organisator:innen und Besucher:innen. [mehr]
Mehr als 100 Frauen und auch einige Männer pilgerten am Wiboradatag für eine Kirche mit* den Frauen. Bei strahlendem Sonnenschein ging es von Herisau über den Gübsensee zur Kirche St.Otmar und via Wiboradaweg bis zur Kirche St.Mangen.
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Das Motto des Tages? «Da-Sein». Vor 1100 Jahren zeigte Wiborada von St.Gallen, was bedingungsloses Dasein für die Menschen bedeuten kann. Damit lebte sie einen der Namen Gottes, der «Ich bin, der/die ich bin da» heisst.
Als «Ort der Kraft und Inspiration» beschrieb eine Mitfeiernde den Gottesdienst in der Kirche St. Mangen. Dort half die Erzählerin Moni Egger, in Wiboradas Leben einzutauchen. Und es erklang erstmals das «Wiborada-Lied», das der Komponist Helge Burggrabe anlässlich des Wiborada-Jubiläums verfasst hatte:
«Du bist da.
Du bist die, die da ist.
Ich schweige und höre
du bist da.»

«Den Festgottesdienst fand ich sehr feierlich und spürbar kraft- und energievoll», erzählt die ehemalige Inklusin Judith Bischof. Und ergänzt: «Wiborada ist da! Sie und ihr Leben und Sterben waren in dem Moment verankert und in den Menschen verkörpert ‒ und werden es auch bleiben.»
Die Pilgerinnen und Pilger liessen den Tag schliesslich beim Jubiläums-Fest zu Ehren Wiboradas ausklingen - unter anderem mit Wiborada-Fenchelbier.
Fotos vom Pilgertag gibt es u.a. auf dem Wiborada-Kanal auf Instagram und Facebook zu sehen.
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Areal rund um St. Mangen wurde zur Festmeile
Mit Speis und Trank, Kinderprogramm und Auftritte von verschiedenen Künstlerinnen war für jeden Geschmack etwas dabei und sorgten für eine bunte Mischung der Besucher:innen. «Die Konzerte machten einfach Spass», schwärmte Aline. Auf der Bühne standen (fast) ausschliesslich Frauen, von der Newcomer Band «Red Nova» über die «Frauestriichmusig» bis hin zur Frauenrockband «Velvet Two Stripes». Deren Bassistin, Franca Mock, hatte einmal in einem Interview Wiborada als ihre Inspirationsquelle bezeichnet. «Die Magnihalde respektive das Denkmal der Wiborada ist für mich ein magischer Ort. Und wenn man die Geschichte der Wiborada kennt, umso mehr», sagte sie dem Saint Gall Magazin. Genau dort brachten sie nun die Festgäste zum Tanzen.
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Für einen besonderen Tagesabschluss sorgte Feuerkunst beim Wiboradaweg. «In Zukunft will ich hier Openair-Kino sehen», schlug eine begeisterte Zuseherin danach vor.
Premiere des Frauenstadtrundgangs
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Mit 100 Teilnehmenden feierte der Frauenstadtrundgang «Wiboradas Schwestern» Premiere. «Grossartig und spannend» beschrieb ihn eine Teilnehmerin. Konzipiert hatte ihn die Historikerin Judith Thoma, die auch für eine Vielzahl an Wiborada-Souvenirs gesorgt hatte, die sie zum Selbstkostenpreis verkaufte: von Lesezeichen über einen «Selbstratgeber» bis hin zu einem exklusiven Schlüsselanhänger made in Switzerland.

Viele Highlights
Die Organisator:innen wie auch Besucher:innen berichten von vielen verschiedenen Highlights am Fest:
«Mein persönliches Highlight war das Zusammenkommen der vielen Menschen aller Altersstufen und Hintergründe, die gemeinsam Wiborada gefeiert haben. Man hat ihre Präsenz überall gespürt, vor allem in der Freude und am Interesse der Anwesenden.» Aline
«Bekannte treffen, Live Musik, Feuershow» Benjamin
«Von der unterhaltsamen Seite her waren die «Carebelles» für mich definitiv das Highlight - frech, pointiert, erfrischend und unverblümt» Judith
«Das Eintauchen in Wiboradas Leben mit Moni Egger. Das gemeinsame Feiern in der Kirche mit dem Erinnern an Wiborada - Singen - Beten - Hören. Die Begegnungen mit vielen bekannten Menschen. Das süffige Wiboradabier. Die bunte Besucher:innenmischung am Abend.» Matthias
Fotos und Videos vom Wiboradafest gibt es auf Facebook und Instagram @wiborada.sg
Fotos: Esther Rüthemann, Aline Zengaffinen, Hildegard Aepli
03.05.2026
So schön war der Wiboradatag 2026
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Am 02. Mai 2026 jährte sich Wiboradas Todestag zum 1100 Mal. Anlass für hunderte Menschen, zu pilgern, einen Stadtrundgang zu besuchen und rund um die Kirche St. Mangen, wo Wiborada von St.Gallen lebte, zu feiern. Ein Fotorückblick mit Highlights von Organisator:innen und Besucher:innen. [mehr]
Mehr als 100 Frauen und auch einige Männer pilgerten am Wiboradatag für eine Kirche mit* den Frauen. Bei strahlendem Sonnenschein ging es von Herisau über den Gübsensee zur Kirche St.Otmar und via Wiboradaweg bis zur Kirche St.Mangen.
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Das Motto des Tages? «Da-Sein». Vor 1100 Jahren zeigte Wiborada von St.Gallen, was bedingungsloses Dasein für die Menschen bedeuten kann. Damit lebte sie einen der Namen Gottes, der «Ich bin, der/die ich bin da» heisst.
Als «Ort der Kraft und Inspiration» beschrieb eine Mitfeiernde den Gottesdienst in der Kirche St. Mangen. Dort half die Erzählerin Moni Egger, in Wiboradas Leben einzutauchen. Und es erklang erstmals das «Wiborada-Lied», das der Komponist Helge Burggrabe anlässlich des Wiborada-Jubiläums verfasst hatte:
«Du bist da.
Du bist die, die da ist.
Ich schweige und höre
du bist da.»

«Den Festgottesdienst fand ich sehr feierlich und spürbar kraft- und energievoll», erzählt die ehemalige Inklusin Judith Bischof. Und ergänzt: «Wiborada ist da! Sie und ihr Leben und Sterben waren in dem Moment verankert und in den Menschen verkörpert ‒ und werden es auch bleiben.»
Die Pilgerinnen und Pilger liessen den Tag schliesslich beim Jubiläums-Fest zu Ehren Wiboradas ausklingen - unter anderem mit Wiborada-Fenchelbier.
Fotos vom Pilgertag gibt es u.a. auf dem Wiborada-Kanal auf Instagram und Facebook zu sehen.
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Areal rund um St. Mangen wurde zur Festmeile
Mit Speis und Trank, Kinderprogramm und Auftritte von verschiedenen Künstlerinnen war für jeden Geschmack etwas dabei und sorgten für eine bunte Mischung der Besucher:innen. «Die Konzerte machten einfach Spass», schwärmte Aline. Auf der Bühne standen (fast) ausschliesslich Frauen, von der Newcomer Band «Red Nova» über die «Frauestriichmusig» bis hin zur Frauenrockband «Velvet Two Stripes». Deren Bassistin, Franca Mock, hatte einmal in einem Interview Wiborada als ihre Inspirationsquelle bezeichnet. «Die Magnihalde respektive das Denkmal der Wiborada ist für mich ein magischer Ort. Und wenn man die Geschichte der Wiborada kennt, umso mehr», sagte sie dem Saint Gall Magazin. Genau dort brachten sie nun die Festgäste zum Tanzen.
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Für einen besonderen Tagesabschluss sorgte Feuerkunst beim Wiboradaweg. «In Zukunft will ich hier Openair-Kino sehen», schlug eine begeisterte Zuseherin danach vor.
Premiere des Frauenstadtrundgangs
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Mit 100 Teilnehmenden feierte der Frauenstadtrundgang «Wiboradas Schwestern» Premiere. «Grossartig und spannend» beschrieb ihn eine Teilnehmerin. Konzipiert hatte ihn die Historikerin Judith Thoma, die auch für eine Vielzahl an Wiborada-Souvenirs gesorgt hatte, die sie zum Selbstkostenpreis verkaufte: von Lesezeichen über einen «Selbstratgeber» bis hin zu einem exklusiven Schlüsselanhänger made in Switzerland.

Viele Highlights
Die Organisator:innen wie auch Besucher:innen berichten von vielen verschiedenen Highlights am Fest:
«Mein persönliches Highlight war das Zusammenkommen der vielen Menschen aller Altersstufen und Hintergründe, die gemeinsam Wiborada gefeiert haben. Man hat ihre Präsenz überall gespürt, vor allem in der Freude und am Interesse der Anwesenden.» Aline
«Bekannte treffen, Live Musik, Feuershow» Benjamin
«Von der unterhaltsamen Seite her waren die «Carebelles» für mich definitiv das Highlight - frech, pointiert, erfrischend und unverblümt» Judith
«Das Eintauchen in Wiboradas Leben mit Moni Egger. Das gemeinsame Feiern in der Kirche mit dem Erinnern an Wiborada - Singen - Beten - Hören. Die Begegnungen mit vielen bekannten Menschen. Das süffige Wiboradabier. Die bunte Besucher:innenmischung am Abend.» Matthias
Fotos und Videos vom Wiboradafest gibt es auf Facebook und Instagram @wiborada.sg
Fotos: Esther Rüthemann, Aline Zengaffinen, Hildegard Aepli
Aktuelles
Der Verein Wiborada-Jubiläum organisiert am 2. Mai 2026 von 14 bis 22 Uhr ein grosses Fest auf dem Areal St.Mangen. Die Festmeile bietet Musik, Lesungen, einen Festakt in der Kirche, den neuen Frauenstadtrundgang «Wiboradas Schwestern» sowie ein eigens gebrautes Wiborada-Fenchelbier und Wiborada-Wein. [mehr]
22.04.2026
St.Gallen feiert Wiborada mit grossem Jubiläum
Der Verein Wiborada-Jubiläum organisiert am 2. Mai 2026 von 14 bis 22 Uhr ein grosses Fest auf dem Areal St.Mangen. Die Festmeile bietet Musik, Lesungen, einen Festakt in der Kirche, den neuen Frauenstadtrundgang «Wiboradas Schwestern» sowie ein eigens gebrautes Wiborada-Fenchelbier und Wiborada-Wein. [mehr]
Auf der Bühne treten Velvet Two Stripes, die Punkband Rednova, die Frauestriichmusig, DJ Kutschenfahrt und die Kabarettformation CareBelles auf. Für Kinder wird ein Programm mit dem Figurentheater St.Gallen und weiteren Angeboten organisiert.
Der Verein lädt die Stadtgesellschaft ein, gemeinsam zu erinnern, zu feiern und den Blick von der Geschichte in die Gegenwart und Zukunft zu richten. Die Festrede hält Stadtpräsidentin Maria Pappa um 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Der Verein Wiborada-Jubiläum 2026
Der Verein «Wiborada-Jubiläum 2026» wurde im Frühling 2025 gegründet und vereint Personen aus Kultur, Bildung, Gesellschaft sowie den beiden Landeskirchen. Zur Projektgruppe gehören Hildegard Aepli, Kathrin Bolt, Jacques Erlanger, Tim Mahle, Jolanda Schärli, Kristin Schmidt, Lea Vannini, Aline Zengaffinen und Corinne Riedener. Unterstützt wird der Verein von verschiedenen Institutionen und Privatpersonen.
Themenreihe «Jenseits der Ikone» im Palace
Im Rahmen der «Erfreulichen Universität» widmet sich der Verein Wiborada-Jubiläum gemeinsam mit dem Archiv für Frauen- und Sozialgeschichte Ostschweiz sowie der Bibliothek Wyborada der historischen Figur Wiborada. Die Veranstaltungen finden jeweils um 19.30 Uhr im Palace statt.
Am 5. Mai diskutieren Prof. Caroline Arni (Universität Basel) und Journalistin Jasmine Lörchner über Chancen und Herausforderungen des biografischen Erzählens von Frauenleben. Am 12. Mai beleuchtet Mediävistin Tanja Scherrer weibliche Handlungsspielräume im Mittelalter. Den Abschluss bildet am 19. Mai ein Generationengespräch zum 40-Jahr-Jubiläum der Bibliothek Wyborada.
Breites Jubiläumsprogramm in der ganzen Stadt
Das Jubiläumsjahr umfasst ein breit angelegtes Programm. Teil davon ist das Projekt «Da-Sein»: Seit Januar wird die Wiborada-Zelle bei St.Mangen täglich von einer Person bewohnt. Die Nachfrage ist hoch, die Zelle ist bereits bis in den Herbst ausgebucht. Unter den Teilnehmern befinden sich unter anderem Alt-Regierungsrätin Heidi Hanselmann, Stadtpräsidentin Maria Pappa, Stiftsbibliothekar Cornel Dora und Regierungsrätin Susanne Hartmann.
Neben den Aktivitäten des Vereins beteiligen sich zahlreiche Institutionen und Kulturschaffende mit eigenen Formaten. Dazu gehören unter anderem das Kulturmuseum, die Stiftsbibliothek sowie die Szenografin Ursula Müller mit einem Wiborada-Audio-Walk, der am 24. April Premiere feiert.
Der Verein lädt die Stadtgesellschaft ein, gemeinsam zu erinnern, zu feiern und den Blick von der Geschichte in die Gegenwart und Zukunft zu richten. Die Festrede hält Stadtpräsidentin Maria Pappa um 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Der Verein Wiborada-Jubiläum 2026
Der Verein «Wiborada-Jubiläum 2026» wurde im Frühling 2025 gegründet und vereint Personen aus Kultur, Bildung, Gesellschaft sowie den beiden Landeskirchen. Zur Projektgruppe gehören Hildegard Aepli, Kathrin Bolt, Jacques Erlanger, Tim Mahle, Jolanda Schärli, Kristin Schmidt, Lea Vannini, Aline Zengaffinen und Corinne Riedener. Unterstützt wird der Verein von verschiedenen Institutionen und Privatpersonen.
Themenreihe «Jenseits der Ikone» im Palace
Im Rahmen der «Erfreulichen Universität» widmet sich der Verein Wiborada-Jubiläum gemeinsam mit dem Archiv für Frauen- und Sozialgeschichte Ostschweiz sowie der Bibliothek Wyborada der historischen Figur Wiborada. Die Veranstaltungen finden jeweils um 19.30 Uhr im Palace statt.
Am 5. Mai diskutieren Prof. Caroline Arni (Universität Basel) und Journalistin Jasmine Lörchner über Chancen und Herausforderungen des biografischen Erzählens von Frauenleben. Am 12. Mai beleuchtet Mediävistin Tanja Scherrer weibliche Handlungsspielräume im Mittelalter. Den Abschluss bildet am 19. Mai ein Generationengespräch zum 40-Jahr-Jubiläum der Bibliothek Wyborada.
Breites Jubiläumsprogramm in der ganzen Stadt
Das Jubiläumsjahr umfasst ein breit angelegtes Programm. Teil davon ist das Projekt «Da-Sein»: Seit Januar wird die Wiborada-Zelle bei St.Mangen täglich von einer Person bewohnt. Die Nachfrage ist hoch, die Zelle ist bereits bis in den Herbst ausgebucht. Unter den Teilnehmern befinden sich unter anderem Alt-Regierungsrätin Heidi Hanselmann, Stadtpräsidentin Maria Pappa, Stiftsbibliothekar Cornel Dora und Regierungsrätin Susanne Hartmann.
Neben den Aktivitäten des Vereins beteiligen sich zahlreiche Institutionen und Kulturschaffende mit eigenen Formaten. Dazu gehören unter anderem das Kulturmuseum, die Stiftsbibliothek sowie die Szenografin Ursula Müller mit einem Wiborada-Audio-Walk, der am 24. April Premiere feiert.
Aktuelles

Anlässlich 1100 Jahre Wiborada von St.Gallen widmet sich das Kulturmuseum St.Gallen vom 25. April bis 4. Oktober 2026 ganz besonderen Frauen, die sich für einen spirituellen Lebensweg entschieden haben. Sie erzählen vom Leben im Kloster, ihrem Wirken als Eremitin oder von ihren Erfahrungen als mobile Inklusin.
Das Kulturmuseum lädt zur Ausstellungseröffnung am 24. April um 18.30 Uhr ein. [mehr]
Wird es in den kommenden Generationen noch Klosterfrauen geben in der Ostschweiz?
Wer übers Land fährt und den eindrücklichen Frauenklöstern begegnet, wird sich bewusst, welches Kulturerbe hier ruht. Jahrhundertelang wurde es erhalten, gepflegt und weitergegeben. Religiöse Frauen haben einen wichtigen Anteil an der Ostschweizer Geschichte.
Das Jubiläumsjahr zur 1100-Jahr-Feier im Andenken an die Hl. Wiborada von St.Gallen, die erste Frau, die heiliggesprochen wurde, ist für das Kulturmuseum Anlass, um eine Brücke vom Frühmittelalter in die Gegenwart zu schlagen. Wiborada gilt als starke Persönlichkeit, die innere Ruhe, Kontemplation und einen höheren Sinn im Rückzug in eine Klause fand, wo sie gleichzeitig als Ratgeberin für die Bevölkerung wirkte.
Ihre Vita ist in der Ausstellung der Ausgangspunkt für Porträts von Frauen von heute, die sich für ein Leben im Kloster entschieden haben, als Eremitin wirken oder eine Woche als «mobile Inklusin» verbrachten. Was hat ihren Entscheid beeinflusst, wie hat es ihr Leben verändert, wie sieht ihr Alltag heute aus? Die kleine Zelle der Wiborada steht sozusagen am Anfang einer Traditionslinie, die zu bemerkenswerten Frauen von heute führt.
Ausgewählte Stücke aus der Sammlung des Kulturmuseums und wertvolle Leihgaben ergänzen die Ausstellung. Dazu zählen die einmaligen der Wiborada zugesprochenen Gegenstände aus der Benediktinerinnenabtei St.Gallenberg (Glattburg), die das letzte Mal vor 20 Jahren in der grossen Ausstellung «Untergang und Erbe der Fürstabtei St.Gallen» im Museum zu sehen waren.
Ausserdem werden Fragmente einer Wandbemalung aus der ersten Kirche in St.Mangen präsentiert, welche Salomo III. im ausgehenden 9. Jahrhundert errichten liess.
Auch in der Sammlung des Kulturmuseums kamen Schätze aus Ostschweizer Frauenklöstern ans Licht, u.a. ein Bildteppich mit Maria, heiligen Frauen und Zisterzienserinnen von 1611, ein Clavichord mit der Hl. Cäcilia aus dem 18. Jahrhundert, das auf die Rolle der Musik im Klosteralltag verweist, ein Gebäckmodel von 1685 aus dem Kloster Magdenau sowie Kunsthandwerk.
Die Dinge erzählen von den zusätzlichen Tätigkeiten hinter den Kulissen. Klosterarbeiten aus Drahtgespinsten mit Perlen und Glassteinen wurden hier angefertigt, Stickereien für die Ausstattung von Kirchen hergestellt, Hostien und Kräpfli gebacken und für Klosterladen und Apotheke begehrte Heilmittel, Tees und Pflegeprodukte vorbereitet.
Und wie sieht es heute aus? Viele Arbeiten von früher sind weggefallen wie etwa die Paramentenstickereien, Wachsnereien, zum Teil auch die Hostienbäckereien, im Kloster Madgenau etwa das Anfertigen von Bucheinbänden oder von Büchern in Blindenschrift.
Hingegen bieten viele Klöster heute Gästezimmer und Rat für Frauen an, die eine Auszeit und Stille suchen, oder sie unterstützen die Menschen mit Gebeten – diesbezügliche Wünsche können sogar per Online-Formular eingereicht werden.
Die Ausstellung lädt ein, sich mit dem klösterlichen Kulturerbe zu befassen, das bis zu Wiborada zurückreicht, Musik zu geniessen und über das Leben in Klausur, über innere und äussere Grenzen nachzusinnen und in den Filminterviews diese inspirierenden Frauen kennen zu lernen, die in kleiner Gemeinschaft das Klostererbe weiter pflegen oder als Inklusinnen ihre Erfahrungen gemacht haben.
Zum Ausstellungsprogramm
27.03.2026
Klosterfrauen heute

Anlässlich 1100 Jahre Wiborada von St.Gallen widmet sich das Kulturmuseum St.Gallen vom 25. April bis 4. Oktober 2026 ganz besonderen Frauen, die sich für einen spirituellen Lebensweg entschieden haben. Sie erzählen vom Leben im Kloster, ihrem Wirken als Eremitin oder von ihren Erfahrungen als mobile Inklusin.
Das Kulturmuseum lädt zur Ausstellungseröffnung am 24. April um 18.30 Uhr ein. [mehr]
Wird es in den kommenden Generationen noch Klosterfrauen geben in der Ostschweiz?
Wer übers Land fährt und den eindrücklichen Frauenklöstern begegnet, wird sich bewusst, welches Kulturerbe hier ruht. Jahrhundertelang wurde es erhalten, gepflegt und weitergegeben. Religiöse Frauen haben einen wichtigen Anteil an der Ostschweizer Geschichte.
Das Jubiläumsjahr zur 1100-Jahr-Feier im Andenken an die Hl. Wiborada von St.Gallen, die erste Frau, die heiliggesprochen wurde, ist für das Kulturmuseum Anlass, um eine Brücke vom Frühmittelalter in die Gegenwart zu schlagen. Wiborada gilt als starke Persönlichkeit, die innere Ruhe, Kontemplation und einen höheren Sinn im Rückzug in eine Klause fand, wo sie gleichzeitig als Ratgeberin für die Bevölkerung wirkte.
Ihre Vita ist in der Ausstellung der Ausgangspunkt für Porträts von Frauen von heute, die sich für ein Leben im Kloster entschieden haben, als Eremitin wirken oder eine Woche als «mobile Inklusin» verbrachten. Was hat ihren Entscheid beeinflusst, wie hat es ihr Leben verändert, wie sieht ihr Alltag heute aus? Die kleine Zelle der Wiborada steht sozusagen am Anfang einer Traditionslinie, die zu bemerkenswerten Frauen von heute führt.
Ausgewählte Stücke aus der Sammlung des Kulturmuseums und wertvolle Leihgaben ergänzen die Ausstellung. Dazu zählen die einmaligen der Wiborada zugesprochenen Gegenstände aus der Benediktinerinnenabtei St.Gallenberg (Glattburg), die das letzte Mal vor 20 Jahren in der grossen Ausstellung «Untergang und Erbe der Fürstabtei St.Gallen» im Museum zu sehen waren.
Ausserdem werden Fragmente einer Wandbemalung aus der ersten Kirche in St.Mangen präsentiert, welche Salomo III. im ausgehenden 9. Jahrhundert errichten liess.
Auch in der Sammlung des Kulturmuseums kamen Schätze aus Ostschweizer Frauenklöstern ans Licht, u.a. ein Bildteppich mit Maria, heiligen Frauen und Zisterzienserinnen von 1611, ein Clavichord mit der Hl. Cäcilia aus dem 18. Jahrhundert, das auf die Rolle der Musik im Klosteralltag verweist, ein Gebäckmodel von 1685 aus dem Kloster Magdenau sowie Kunsthandwerk.
Die Dinge erzählen von den zusätzlichen Tätigkeiten hinter den Kulissen. Klosterarbeiten aus Drahtgespinsten mit Perlen und Glassteinen wurden hier angefertigt, Stickereien für die Ausstattung von Kirchen hergestellt, Hostien und Kräpfli gebacken und für Klosterladen und Apotheke begehrte Heilmittel, Tees und Pflegeprodukte vorbereitet.
Und wie sieht es heute aus? Viele Arbeiten von früher sind weggefallen wie etwa die Paramentenstickereien, Wachsnereien, zum Teil auch die Hostienbäckereien, im Kloster Madgenau etwa das Anfertigen von Bucheinbänden oder von Büchern in Blindenschrift.
Hingegen bieten viele Klöster heute Gästezimmer und Rat für Frauen an, die eine Auszeit und Stille suchen, oder sie unterstützen die Menschen mit Gebeten – diesbezügliche Wünsche können sogar per Online-Formular eingereicht werden.
Die Ausstellung lädt ein, sich mit dem klösterlichen Kulturerbe zu befassen, das bis zu Wiborada zurückreicht, Musik zu geniessen und über das Leben in Klausur, über innere und äussere Grenzen nachzusinnen und in den Filminterviews diese inspirierenden Frauen kennen zu lernen, die in kleiner Gemeinschaft das Klostererbe weiter pflegen oder als Inklusinnen ihre Erfahrungen gemacht haben.
Zum Ausstellungsprogramm



