Aktuelles
13.10.2026

Mit Anis und viel Liebe gebacken

Wiborada Guetzli von Minda KellerMinda Keller hat im Jubiläumsjahr über 500 Wiborada-Guetzli gebacken. Für die Hausleiterin des Seminars St. Wiborada ist das eine besondere Ehre.
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Ganze 24 Stunden ruhen die ausgestochenen Guetzli und trocknen, bevor sie in den Ofen kommen, verrät Minda Keller. Den besonderen Geschmack gibt der Anis. Jedes Guetzli ziert das Wiborada-Logo. Mit viel Liebe und Sorgfalt verpackt sie die Guetzli und dekoriert sie passend zur Jahreszeit.

Bestellt haben vor allem Pfarreien und Einzelpersonen. «Besonders freut es mich, wenn die Wiborada-Guetzli für Anlässe, Feste oder als Geschenk bestellt werden», sagt Minda Keller. Es erfülle sie mit Freude, ein Guetzli herzustellen, das den Namen der heiligen Wiborada trage.

Wer die Guetzli auch nach dem Jubiläumsjahr bestellen möchte, meldet sich bei Minda Keller:
Tel. 071 222 74 30
seminar@sg.kath.ch
Aktuelles
30.09.2026

Aus «Grosser Gott» wird «DU Geheimnis»

Simone Curau Aepli in der Wiborada Zelle. Foto frauenbund.chSimone Curau-Aepli hat in der Wiborada-Zelle Kirchenlieder feministisch-theologisch neu getextet. Foto: Frauenbund.ch [mehr]
«Viele Menschen mögen traditionelle Kirchenlieder, haben aber Mühe, die alten Texte mitzusingen, weil Gott darin als patriarchal, als Mann, allmächtig, gewaltvoll und richtend besungen wird. So geht es auch mir», erzählt Simone Curau-Aepli. Die ehemalige Präsidentin von «Frauenbund Schweiz» hat sich daher für ihre Woche als Inklusin in der Wiborada-Zelle vorgenommen, Kirchenlieder mit ihrem «feministisch-theologischen Urgrund neu zu texten».

Am meisten Zeit und Energie habe sie in das Lied «Grosser Gott wir loben dich» investiert, das an besonderen Festtagen oder an Beerdigungen gesungen wird und viele kennen und singen können.

Die textliche Neufassung heisst «DU Geheimnis, unser G-TT». Aus «Vor dir neigt die Erde sich und bewundert deine Werke» wurde beispielsweise «Du bist da und an jedem Ort, in der Geistkraft die alles verbindet.» Die Schreibweise «G-TT» mache auf das göttliche Geheimnis aufmerksam und werde wie üblich ausgesprochen, erklärt Simone Curau-Aepli.

Sie sei sich bewusst, dass die Übersetzung ihr sehr persönliches Gottesbild wiedergebe. Bewusst habe sie dieses vielfältig umschrieben.

«Die grosse Herausforderung in der Wiborada-Zelle war dann für mich, ohne KI und andere Hilfsmittel, die Inhalte zu definieren, diese in verständlichen Worten zu formulieren und in den Rhythmus dieser allbekannten Melodie zu giessen.»

Lesen Sie auf frauenbund.ch mehr über Simone Curau-Aeplis Erfahrungen in der Wiborada-Zelle.
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10.08.2026

Wiborada-Souvenirs noch bis Jahresende erhältlich

Wiborada Souvenirs

Noch bis Ende 2026 gibt es die kultigen Souvenirs zu kaufen, die anlässlich 1100 Jahre Wiborada von St.Gallen entwickelt wurden: Im Kulturmuseum, in der Stiftsbibliothek und in der Buchhandlung zur Rose finden Sie beispielsweise Karten, Kerzen, Wein, Buchzeichen, Fencheltee oder einen exklusiven Schlüsselanhänger made in Switzerland.
 
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Historikerin Judith Thoma hat in Zusammenarbeit mit «Nanna bunte Küche», einem von Frauen geführten Unternehmen, «Wiboradas Fencheltee» entwickelt. Dies als Erinnerung daran, dass an Wiboradas Grab wilder Fenchel gewachsen sein soll – das ganze Jahr lang.

Ausserdem bietet Judith Thoma ein Buchzeichen, einen «Selbstratgeber» in Form eines pinken Notizbuches und Karten zum Selbstkostenpreis an.

Wiborada Schlüsselanhänger

Gemeinsam mit der Künstlerin Irene Thoma und der Giesserei Pfister in Lengnau entstand eine limitierte Auflage von Schlüsselringen aus Silber, an denen Wiboradas «Hüsli» hängt, die kleine Zelle, wie sie im Codex Sangallensis gezeichnet ist. «Der Schlüsselanhänger spielt mit dem Paradox, dass die Inklusin Wiborada weder eine Tür noch einen Schlüssel besass, während wir heute sehr viele Schlüssel mit uns herumtragen», verrät Thoma.

Wiborada-Wein aus dem Thurgau

«Als junge Frau aus St. Gallen sehe ich es als Chance, eine starke historische Frau, die viel bewirkt hat, mit einem Wein zu würdigen», sagt Stickerei-Designerin Annika Büchler. Sie hat die Etikette für den Wiborada-Wein entworfen. «Mich beeindruckt ihr Mut und die radikale Klarheit, mit der sie ihr Leben gestaltet hat. Besonders fasziniert mich ihre Stille als Stärke», so Büchler.

wiborada wein

Initiiert hat den Wein Büchlers ehemaliger Nachbar, Rudolf Morant. Dieser ist vielen als Präsident der Krebsliga Ostschweiz bekannt. Warum ausgerechnet er sich für einen Wiborada-Wein einsetzte, erklärt er so: «Ich finde das Wiborada-Jubiläumsjahr ein wichtiges lokales Projekt, das ich gerne unterstützen möchte. Es ist doch erstaunlich, dass die Klosterherren ihrer Prophezeiung eines Hunneneinfalls geglaubt haben, und die Bibliothek ausgelagert und somit gerettet haben».

Für den Wiborada-Wein suchte er einen Winzer aus dem Thurgau, in der Nähe des vermuteten Geburtsortes von Wiborada. Bei Roger Huber wurde er fündig. Mit der Wahl der Weissweinrebe «Riesling Silvaner», die nach ihrem Züchter auch «Müller-Thurgau» genannt wird, stellte er einen weiteren Bezug zu Wiboradas Herkunft her. Mit dem Wein wird eine Karte abgegeben, die über die Tradition der Weinsegnung informiert.
 

wiborada kerze und ikone

Wiborada-Ikone als Kerze und Karte

Sr.Fabienne Bucher ist es zu verdanken, dass es Kerzen und Karten mit der Wiborada-Ikone zu kaufen gibt. Die Diözesaneremitin hatte die Ikone von Jutta Meier, Eremitin und Ikonenmalerin aus Mindelheim (D) geschenkt bekommen. Die Original-Ikone ist mittlerweile bei Papst Leo XIV – Bundesrätin Karin Keller-Sutter überreichte sie ihm anlässlich ihres Vatikan-Besuchs im Oktober 2025. «Mit der Ikone der Heiligen Wiborada wollte ich an eine mutige Frau erinnern, die als erste offiziell heiliggesprochene Frau der Kirche auch für das Papsttum eine besondere Bedeutung hat», sagte Keller-Sutter dem Tagblatt. Sr. Fabienne hatte persönlich dafür gesorgt, dass die Ikone sicher bei Karin Keller-Sutter ankam.

Eine Kopie der Wiborada-Ikone kann sich nun jeder und jede zur persönlichen Betrachtung mit nach Hause nehmen: Auf der Rückseite der Wiborada-Karte findet sich eine Deutung der verschiedenen Symbole auf der Wiborada-Ikone. Die Wiborada-Kerze wurde von Hongler, der ältesten Kerzenfabrik der Schweiz, produziert.
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